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- Kameramanndichte in Brandenburg steigt rapide anToday
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Fürs Fernsehblog hat Stefan ja schon sehr schön aufgeschrieben, wei sich die Landessender der ARD gestern gegenseitig mit Sondersendungen zur Eiseskälte in Deutschland überboten. Meine Lieblingsszenen zum Medienhype ums Winterwetter stammen allerdings aus dem “heute journal”, für das ein Kamerateam auf einem Brandenburger Kanal unterwegs war, um Schiffe zu filmen, die durch die dicke Eisschicht brechen, und dabei auf einem entgegenkommenden Schiff von einem Kameramann gefilmt wurde, der wohl die Idee hatte, Schiffe zu filmen, die durch die dicke Eisschicht brechen.



Screenshots: ZDFNicht erkannt? Hier noch mal die Vergrößerung (oder zum Selberansehen ab 2:23).
- Turis TrefferquoteJanuary 2
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Ich wünsche allen Lesern und Kommentatoren ein schönes neues Jahr!
Und Peter Turi wünsche ich, dass er 2009 nicht mehr soviel Zeit darauf verwendet, mit klugen Sprüchen Journalismus im Internet zu definieren, sondern seinen Mitarbeitern bei turi2 endlich mal beibringt, dass es durchaus von Vorteil wäre, die Artikel zu lesen, deren Kernthese man nachher neben einem Bild des Autors zusammenfassen will.
Dann wäre die Trefferquote vielleicht endlich höher.

In meinem Text für Spiegel Online steht:
“Wenn das Privatfernsehen auf Dauer relevant bleiben will, darf es nicht den Fehler machen, die Menschen vor dem Fernseher als notwendiges Übel zu sehen, als dumme Mehrheit, die sich mit Telefongewinnspielen melken lässt oder mit Schleichwerbung hinters Licht führen.”
Und:
“25 Jahre Privatfernsehen: Natürlich ist das ein Grund zu feiern.”
- NBC Universal vergibt Humorpunkte an DiktatorenDecember 29 2008
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Als Weihnachtsgeschenk für seine Geschäftspartner hat sich das deutsche NBC Universal in diesem Jahr etwas besonders Schönes einfallen lassen: ein Quartett mit den Protagonisten seiner Sender 13th Street, Scifi, History Channel und Biography Channel. In der Anleitung dazu steht:
“Vier packende Sender aus dem Haus NBC Universal ergeben ein perfektes Quartett.”
Die Geschäftsführer Katharina Behrends und Andreas Weinek funktionieren als Joker. Die übrigen Kärtchen sind unterteilt in Rubriken wie “Mächtige Männer”, “Starke Frauen”, “Serienstart”, “Serie” und “Classic”. Zu letzterer gehört unter anderem Raumschiff-Enterprise-Captain Jean Luc Picard (montags bis freitags bei Scifi), der in der Kategorie “Macht” besonders stark ist (826 Punkte), allerdings von Papst Benedikt XVI geschlagen wird (998 Punkte; Doku im Biography Channel). Beim “Sex-Appeal” hat hingegen Kleopatra die Nase vorn (980 Punkte; Doku im History Channel), obwohl ihr Dr. Jordan Cavanaugh aus “Crossing Jordan” (bei 13th Street) dicht auf den Fersen ist (835).In Sachen Charisma ist dafür ein anderes NBC-Universal-Gesicht ganz stark: Joseph Josef Stalin.
Wie bitte? Ja, genau
- Pro Sieben verwirbt sich (schon wieder)December 12 2008
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Es ist kein gutes Jahr für Pro Sieben Sat.1, und das ist nichtmal auf die Sparmaßnahmen bezogen, mit denen die Konzerneigentümer ihre Sendergruppe gerade so sehr quälen, wie man es seinem ärgsten Feind nicht wünschen würde. Es geht eher um eine ganz spezielle Kreativarbeit, die Pro Sieben Sat.1 einfach nicht honoriert wird: die Auslegung der Werberichtlinien zu eigenen Gunsten.
Erst scheiterte Sat.1 im “Osterhasenprozess” gegen die Landeszentrale für Medien und Kommunikation in Rheinland-Pfalz und bekam vom Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße untersagt, Schleichwerbung in Unterhaltungsshows zu zeigen. Dann gab es Ärger für Pro Sieben, weil der Sender konsequent die Vorschrift ignorierte, “Dauerwerbesendungen” auch als solche zu kennzeichnen und sie stattdessen “Promotion” nannte, was das Verwaltungsgericht Berlin im Sommer (vorläufig) verbot.
Und jetzt setzen die Berliner noch eins drauf: Am Donnerstag hat das Verwaltungsgericht entschieden, dass in der “TV total Wok-WM” unzulässig Schleichwerbung betrieben werde, und damit eine Beanstandung der Medienanstalt Berlin-Brandenburg vom Frühjahr bestätigt, gegen die Pro Sieben geklagt hatte. Künftig wird Raab ohne Sponsoren-Unterstützung die Bobbahn runterwokken müssen.
Mehr zum aktuellen Fall steht im Fernsehblog:
- Das tausendundzweiteDecember 8 2008
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Wenn Kinder zuviel fernsehen, schimpfen die Eltern, dass sie davon eckige Augen bekommen. (Stimmt aber gar nicht.) Und wenn Erwachsene zuviel fernsehen, sind sie aus Versehen Medienjournalisten geworden. Anders wäre das auch gar nicht zu erklären, dass ich gerade permanent vor der Glotze hänge (was auch nur halb so lustig ist wie es sich anhört).
Außer natürlich: Vor einer Woche ist Das Fernsehblog bei FAZ.NET gestartet, das Stefan und ich seitdem vollschreiben, was auch der Grund dafür sein könnte, warum an dieser Stelle in letzter Zeit so wenig los war. Das soll nicht so bleiben, aber ein bisschen Eingewöhnung mit dem neuen Rhythmus brauche ich noch, weil natürlich vieles, das sonst hier gestanden hätte, sich nun auch prima für das neue Blog eignet. Ich find’s aber prima, dass wir die Möglichkeit haben, das auszuprobieren. Und bin gespannt, wie sich das entwickelt.
Und außerdem gibt es viele schöne Möglichkeiten, mal auszuprobieren, wie sich Recherchen für Print und Online verknüpfen lassen: Für die F.A.S.

